Registrier­kassen­pflicht

Ab 2016 tritt die Registrier­kassen­pflicht für nahezu alle Unternehmer mit Bar­umsätzen in Kraft. Dabei sind bestimmte tech­nische Anfor­derungen zu erfüllen.

mit 1.1.2016 tritt die neue Registrier­kassen­pflicht in Kraft. Dabei ist zu beachten, dass nicht nur buchführungspflichtige, sondern auch Einnahmen-Ausgaben-Rechner dazu verpflichtet sind, sämtliche Bareingänge täglich einzeln festzuhalten. Diese Einzelaufzeichnungspflicht von Bareinnahmen hat mittels einer elektronischen Registrierkasse oder sonstigem elektronischen Aufzeichnungssystem zu erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass in Zukunft nur noch Kassasysteme zulässig sind, die ein Datenerfassungsprotokoll anfertigen, speichern und auch ausgeben können. (Kassen, die keine Speichermöglichkeit haben, sind daher in Zukunft nicht mehr zulässig.)

Nach neuesten Verlautbarungen soll es keine finanzstrafrechtlichen Konsequenzen haben, wenn die Registrierkassenpflicht in der Zeit vom 1. Jänner 2016 bis 31. März 2016 nicht erfüllt wird. Vom 1. April 2016 bis 30. Juni 2016 braucht man dafür schon triftige Gründe, weshalb noch keine Registrierkasse installiert ist, wie beispielsweise, wenn die Anschaffung einer Registrierkasse auf Grund von Lieferschwierigkeiten nicht möglich ist, die Installation der notwendigen Software mangels Verfügbarkeit eines IT-Servicefachmannes nicht möglich ist bzw. eine erforderliche Einschulung nicht zeitgerecht durchgeführt werden konnte.

Gleichzeitig wird für Unternehmer, unabhängig von der Höhe der jährlichen Umsätze, eine Belegerteilungspflicht für Barumsätze eingeführt, wobei der Beleg vom Kunden bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten mitzunehmen ist.

Ob jemand verpflichtend eine Registrierkassa haben muss, ist an die Höhe der erzielten Barumsätze geknüpft: Nur bei Überschreiten
– eines Jahresumsatzes von insgesamt € 15.000,-- je Betrieb und
– jährlichen Barumsätzen in Höhe von € 7.500,-- dieses Betriebes
besteht Registrierkassenpflicht.

Zu beachten ist, dass unter „Barumsatz“ nicht nur die Bezahlung mit physischem Bargeld, sondern auch die Zahlung mit Bankomatkarte, Kreditkarten oder ähnlichen elektronischen Zahlungsformen verstanden wird. Jedoch gelten nachträglich nach Geschäftsabschluss z.B. per Erlagschein oder e-banking getätigte Zahlungen nicht als Barumsatz.

Ab 1.1.2017 sind dann die Registrierkassen zusätzlich mit einer elektronischen Sicherheitseinrichtung auszustatten. Diese soll jeden einzelnen Barumsatz mit einer „kryptographischen Signatur“ versehen, wodurch die Manipulationssicherheit gewährleistet werden soll.

Sollte daher für das Jahr 2016 eine neue Registrierkasse angeschafft werden, so ist mit dem Hersteller unbedingt zu vereinbaren, dass diese die Anforderung des Jahres 2017 (elektronische Sicherheitseinrichtung) jedenfalls erfüllen bzw. mit einer solchen nachgerüstet werden kann.

Erfolgt die Anschaffung vor dem 1. Jänner 2017, können die Anschaffungskosten sowie die aus Anlass der Umrüstung anfallenden Aufwendungen in voller Höhe im gleichen Jahr als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Zusätzlich kann bei Abgabe der Steuererklärungen eine Prämie in Höhe von 200 Euro geltend gemacht werden.

Für weitere Auskünfte und bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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